Elektrolyte wie Magnesium, Kalium, Calcium, Natrium und Chlorid brauchst du in Schwangerschaft und Stillzeit meist nicht in höherer Menge als sonst – nur der Kaliumbedarf steigt beim Stillen leicht an. Wichtig werden sie vor allem bei starkem Erbrechen, Hitze oder Schwangerschaftsdiabetes. Die passende Dosierung besprichst du am besten mit deiner Frauenärztin oder Hebamme.
Elektrolyte kennst du wahrscheinlich vom Sport oder aus dem Sommer – Magnesium, Kalium, Calcium, Natrium und Chlorid, die deinen Flüssigkeitshaushalt und deine Muskeln steuern. In der Schwangerschaft taucht die Frage neu auf: Brauchst du jetzt automatisch mehr davon? Die ehrliche Antwort: im Alltag meistens nicht. Wichtig werden Elektrolyte vor allem in drei Situationen – bei starker Übelkeit oder Erbrechen, bei Hitze und starkem Schwitzen sowie bei Schwangerschaftsdiabetes. Dieser Ratgeber zeigt dir die offiziellen Tagesmengen, wann du wirklich aufmerksam werden solltest und worauf du bei einem Präparat achtest.
Was sind Elektrolyte?
Elektrolyte sind Mineralstoffe, die in deinem Körper elektrisch geladen vorliegen – gelöst in Blut, Zellen und dem Raum dazwischen. Die fünf wichtigsten sind Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium und Chlorid. Sie regeln, wie viel Wasser dein Körper speichert, wie Nervensignale weitergeleitet werden und wie sich deine Muskeln anspannen und wieder lösen – dein Herz eingeschlossen. Deine Nieren halten die Konzentration jedes einzelnen Elektrolyts normalerweise sehr genau im Gleichgewicht, unabhängig davon, ob du schwanger bist oder nicht. Über die Ernährung nimmst du die meisten davon automatisch auf: Natrium und Chlorid stecken in normalem Speisesalz, Kalium in Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Gemüse und Bananen, Calcium in Milchprodukten und grünem Blattgemüse, Magnesium in Vollkornprodukten, Nüssen und Hülsenfrüchten. Isst du einigermaßen abwechslungsreich, kommt ein großer Teil deines Tagesbedarfs bereits vom Teller.
Wie wirken Elektrolyte im Körper?
In der Schwangerschaft steigt dein Blutvolumen spürbar an, damit dein Körper Kind, Plazenta und Fruchtwasser mitversorgen kann. Mehr Blutvolumen heißt auch: mehr Wasser – und Natrium ist der Elektrolyt, der Wasser im Körper hält und die Flüssigkeitsaufnahme im Darm unterstützt. Kalium arbeitet als Gegenspieler von Natrium im Zellinneren. Kalium trägt zur normalen Funktion des Nervensystems bei. Kalium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei. Kalium trägt zur Erhaltung eines normalen Blutdrucks bei. Calcium steckt größtenteils im Skelett, ein kleiner, aber entscheidender Teil zirkuliert im Blut. Calcium trägt ebenfalls zu einer normalen Muskelfunktion bei. Magnesium ist an über 300 Stoffwechselprozessen beteiligt. Magnesium trägt zum Elektrolytgleichgewicht bei. Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei. Magnesium trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Chlorid zieht fast immer gemeinsam mit Natrium durch deinen Körper und hält zusätzlich den Säure-Basen-Haushalt im Lot. Bei den allermeisten gesunden Schwangeren funktioniert dieses Zusammenspiel zuverlässig von allein – dein Körper reguliert kleinere Schwankungen selbstständig. Genau dieses Zusammenspiel aus Magnesium und Calcium ist übrigens auch der Grund, warum die nächtliche Wadenkrampf-Frage in der Schwangerschaft so oft bei Mineralstoffen landet – auch wenn ein zuverlässiger wissenschaftlicher Nachweis für die Wirkung von Magnesium gegen Krämpfe bislang fehlt.
Für wen ist das interessant?
Für die meisten Schwangeren und Stillenden ist der Elektrolythaushalt kein Dauerthema. Relevant wird er vor allem in diesen Situationen:
- Starke Übelkeit oder Erbrechen: Normale Schwangerschaftsübelkeit im ersten Trimester ist meist unproblematisch. Erbrichst du dagegen über längere Zeit mehrmals täglich (Hyperemesis gravidarum), verlierst du dabei spürbare Mengen an Wasser, Natrium, Kalium und Chlorid – das gehört ärztlich beobachtet, nicht selbst behandelt.
- Hitze und starkes Schwitzen: Dein Kreislauf arbeitet in der Schwangerschaft ohnehin auf höherer Stufe. An heißen Tagen oder bei körperlicher Anstrengung schwitzt du dadurch schneller spürbar – und verlierst mit dem Schweiß vor allem Natrium und Chlorid. Genau diese beiden stecken neben Magnesium, Kalium und Calcium im Elektrolyte-Komplex von Scheunengut.
- Schwangerschaftsdiabetes: Liegt dein Blutzucker hoch, scheidet dein Körper mehr Flüssigkeit über den Urin aus – und mit ihr auch Mineralstoffe. Ein Grund mehr, eingestellte Blutzuckerwerte konsequent im Blick zu behalten.
- Sport und Bewegung: Bleibst du weiterhin aktiv, gilt für dich im Prinzip dasselbe wie für alle: Bei kurzen, moderaten Einheiten reicht Wasser, bei langen oder schweißtreibenden lohnt sich der Blick auf Natrium.
Außerhalb dieser Situationen liefert eine ausgewogene Ernährung mit Gemüse, Obst, Vollkorn, Milchprodukten und normalem Salzkonsum die Elektrolyte, die du brauchst – Kommt eine der Situationen oben dazu, ist ein Präparat mit allen fünf Elektrolyten die praktische Antwort.
Einnahme & Dosierung
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) legt für Frauen feste Referenzwerte fest, die größtenteils auch in Schwangerschaft und Stillzeit unverändert gelten:
- Magnesium: 300 mg täglich – unverändert in Schwangerschaft und Stillzeit.
- Kalium: 4.000 mg täglich, in der Stillzeit steigt der Schätzwert auf 4.400 mg.
- Calcium: 1.000 mg täglich – ebenfalls unverändert.
- Natrium: rund 1.500 mg täglich als Schätzwert für eine angemessene Zufuhr.
- Chlorid: rund 2.300 mg täglich.
Auffällig: Bei vier von fünf Elektrolyten ändert sich der offizielle Bedarf durch Schwangerschaft oder Stillzeit gar nicht. Nur bei Kalium gibt es in der Stillzeit ein Plus, weil du darüber auch Muttermilch produzierst.
Nimmst du zusätzlich ein Nahrungsergänzungsmittel, rechne die Magnesiummenge aus allen Quellen zusammen: Ernährung, Mineralwasser und Präparat. Zu viel Magnesium macht sich vor allem durch weichen Stuhl bemerkbar, unangenehm, aber ungefährlich. Den Elektrolyte-Komplex von Scheunengut nimmst du laut Etikett täglich als 3 Tabletten mit ausreichend Flüssigkeit zu den Mahlzeiten, das schont zusätzlich den Magen. Eine Packung mit 360 Tabletten reicht damit 120 Tage.
Wichtig: Welche Menge in deiner individuellen Schwangerschaft oder Stillzeit sinnvoll ist, bespreche immer mit deiner Frauenärztin oder Hebamme – besonders wenn du bereits ein Kombipräparat mit weiteren Mineralstoffen nimmst oder unter Erbrechen, Hitze oder Schwangerschaftsdiabetes leidest. Dosiere in dieser Zeit nichts auf eigene Faust hoch.
Worauf du beim Kauf achten solltest
Ein paar Kriterien helfen dir, ein sinnvolles Elektrolytpräparat zu erkennen:
- Vollständige Deklaration pro Portion: Ein gutes Etikett zeigt dir Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium und Chlorid einzeln in Milligramm – nicht nur als vage „Elektrolyt-Mix“-Angabe. Beim Elektrolyte-Komplex von Scheunengut stehen die Mengen je Mineralstoff auf dem Etikett.
- Elementarer Magnesiumgehalt: Bei Magnesiumverbindungen zählt nur die tatsächlich verwertbare, elementare Menge. Seriöse Hersteller weisen sie klar aus.
- Jodgehalt prüfen: Nicht jedes Elektrolytprodukt enthält Jod. Deckst du deinen Jodbedarf schon über Jodsalz oder ein anderes Präparat, ist ein jodfreies Produkt oft die unkompliziertere Wahl, weil du nicht zwei Quellen gegeneinander abwägen musst.
- Reine Rezeptur: Ein Produkt, das sich auf die fünf klassischen Elektrolyte konzentriert, lässt sich leichter mit deiner Frauenärztin oder Hebamme absprechen als ein Kombipräparat mit vielen weiteren Zusätzen. Genau so ist der Elektrolyte-Komplex gebaut: fünf Mineralstoffe, ohne Zuckerzusatz und ohne unnötige Zusatz- und Trennmittel.
- Laborprüfung und Herkunft: Achte auf unabhängige Chargenprüfungen und eine transparente Herstellung – das sagt zwar nichts über die richtige Dosis für dich aus, aber viel über die Qualität dessen, was in der Kapsel steckt.
- Sinnvolles Mengenverhältnis: Natrium ist der Elektrolyt, den du über Schweiß am stärksten verlierst. Ein Produkt, das vor allem Magnesium und Kalium liefert, aber kaum Natrium, gleicht Schweißverluste schlechter aus als eine ausgewogene Rezeptur mit allen fünf Elektrolyten.
Ehrlich eingeordnet
Ganz ehrlich: Für die meisten gesunden Schwangeren und Stillenden ist ein Elektrolytmangel kein realistisches Alltagsrisiko. Bei vier der fünf klassischen Elektrolyte ändert sich der offizielle Bedarf durch Schwangerschaft oder Stillzeit laut DGE gar nicht – eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Trinken deckt ihn in aller Regel zuverlässig. Ein Elektrolytpräparat ist deshalb ein gezieltes Werkzeug für konkrete Situationen: starkes Erbrechen, Hitze, viel Schweiß oder ärztlich begleitete Schwangerschaftsdiabetes.
Halten Beschwerden wie anhaltende Übelkeit, Muskelkrämpfe, Schwindel oder Herzstolpern länger an, gehören sie ärztlich abgeklärt – nicht mit einem Pulver überdeckt. Das ist keine Schwarzmalerei, sondern schlicht der sicherste Weg, die tatsächliche Ursache zu finden.
Passende Produkte von Scheunengut
Elektrolyte-Komplex mit Magnesium, Kalium, Calcium, Natrium und Chlorid: Alle fünf klassischen Elektrolyte stecken in einer Rezeptur, mit den Mengen je Mineralstoff offen auf dem Etikett, ohne Zuckerzusatz und ohne unnötige Zusatz- und Trennmittel. Das Magnesium kommt unter anderem als Magnesiumbisglycinat, an die Aminosäure Glycin gebunden. Laut Etikett nimmst du täglich 3 Tabletten mit ausreichend Flüssigkeit zu den Mahlzeiten. Die Packung mit 360 Tabletten reicht 120 Tage, das sind 0,17 € am Tag.
Was die Mineralstoffe beitragen: Kalium trägt zur Erhaltung eines normalen Blutdrucks bei und zur normalen Funktion des Nervensystems. Calcium trägt zu einer normalen Signalübertragung zwischen den Nervenzellen bei. Magnesium trägt zum Elektrolytgleichgewicht bei und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung.
Suchst du vor allem Magnesium, ist das Magnesiumbisglycinat die Ergänzung: chelatiert, hochdosiert, magenfreundlich und vegan, mit 360 mg Magnesium in den 3 Kapseln, die du laut Etikett täglich zu den Mahlzeiten nimmst. 240 Kapseln reichen 80 Tage. Magnesium trägt zur normalen Funktion des Nervensystems bei.
Das alles macht Scheunengut seit 2012, ohne Investoren im Rücken und mit dem Fokus auf pure Rohstoffqualität: in Deutschland hergestellt, jede Charge in einem unabhängigen Labor geprüft. Wie bei jedem Nahrungsergänzungsmittel gilt in Schwangerschaft und Stillzeit: Sprich Einsatz und Dosierung vorab mit deiner Frauenärztin, deinem Frauenarzt oder deiner Hebamme ab, besonders wenn du bereits andere Präparate nimmst.
Häufige Fragen (FAQ)
Brauche ich in der Schwangerschaft mehr Elektrolyte?
Bei Magnesium, Calcium, Natrium und Chlorid bleibt der offizielle Tagesbedarf laut DGE in Schwangerschaft und Stillzeit unverändert. Nur beim Kalium steigt der Schätzwert in der Stillzeit von 4.000 auf 4.400 mg. Für den Alltag heißt das: Eine ausgewogene Ernährung deckt deinen Bedarf in aller Regel zuverlässig.
Wann werden Elektrolyte in der Schwangerschaft wirklich wichtig?
Vor allem bei starker Übelkeit oder Erbrechen, bei Hitze und starkem Schwitzen sowie bei Schwangerschaftsdiabetes, weil dein Körper in diesen Situationen mehr Elektrolyte verliert als sonst. Im normalen Alltag ist das dagegen selten ein Thema.
Was tun bei starkem Erbrechen in der Schwangerschaft?
Erbrichst du mehrmals täglich über mehrere Tage, kann das deinen Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt deutlich aus dem Gleichgewicht bringen (Hyperemesis gravidarum). Wende dich in diesem Fall zeitnah an deine Frauenärztin oder deinen Frauenarzt – teils ist eine Behandlung mit Infusionen nötig, die du dir nicht selbst verabreichen kannst.
Sind Elektrolytpräparate in der Schwangerschaft sicher?
Grundsätzlich gelten Elektrolyte in den empfohlenen Tagesmengen als unbedenklich. Sprich die für dich passende Dosis dennoch vorab mit deiner Frauenärztin, deinem Frauenarzt oder deiner Hebamme ab, vor allem wenn du bereits andere Präparate nimmst oder eine Nieren- beziehungsweise Herzerkrankung hast.
Wie viel Magnesium und Kalium sind in Schwangerschaft und Stillzeit empfohlen?
Für Magnesium gibt die DGE 300 mg täglich an, unverändert gegenüber nicht-schwangeren Frauen. Für Kalium sind es 4.000 mg täglich in der Schwangerschaft und 4.400 mg in der Stillzeit. Bei Magnesium zählst du alle Quellen zusammen: Ernährung, Mineralwasser und Präparat.
Kann ich Elektrolyte auch in der Stillzeit einnehmen?
Ja, grundsätzlich schon – über die Muttermilch gibst du auch Elektrolyte weiter, weshalb eine solide Grundversorgung wichtig bleibt. Die für dich passende Menge und ein mögliches Präparat besprichst du am besten mit deiner Frauenärztin, deinem Frauenarzt oder deiner Hebamme.
Enthält der Scheunengut Elektrolyte-Komplex Jod?
Nein. Die Rezeptur besteht laut Produktseite aus fünf Mineralstoffen: Magnesium, Kalium, Calcium, Natrium und Chlorid, Jod gehört nicht dazu. Das kann praktisch sein, wenn du deinen Jodbedarf bereits über Jodsalz oder ein anderes Präparat deckst und keine doppelte Jodquelle möchtest.
Gesundheitshinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Bei gesundheitlichen Beschwerden, in Schwangerschaft und Stillzeit oder bei der Einnahme von Medikamenten halte bitte Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt. So entstehen unsere Ratgeber →
Quellen
- Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr: Magnesium — Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), 2015
- Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr: Kalium — Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), 2015
- Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr: Calcium — Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), 2015
- Aktualisierte Referenzwerte für Natrium, Chlorid & Kalium — Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), 2017
- Hyperemesis gravidarum — MSD Manual (Profi-Ausgabe), 2025


















