Vitamin K2 hat kaum Nebenwirkungen, eine Überdosierung ist bei gesunden Erwachsenen nicht beschrieben. Die harte Ausnahme: Wer Marcumar, Warfarin oder ein anderes Gerinnungsmittel vom Cumarin-Typ nimmt, startet K2 nicht ohne ärztliche Rücksprache, denn K2 ist der Gegenspieler der Medikamente und verschiebt den INR-Wert.
Vitamin K2 hat kaum Nebenwirkungen, und eine echte Überdosierung ist in den Untersuchungen, die wir geöffnet haben, nirgends aufgefallen. Eine Ausnahme ist hart und gilt ohne Wenn und Aber: Wenn du Marcumar, Warfarin oder ein anderes Gerinnungsmittel vom Cumarin-Typ nimmst, ist K2 nichts, was du auf eigene Faust startest.
Für alle anderen lautet die Antwort ruhiger. Hier steht, was belegt ist, wo die Grenzen der Datenlage liegen, wer vorher nachfragt und was bei einer Kombination mit Vitamin D3 eigentlich der Auslöser für Beschwerden sein kann.
Welche Nebenwirkungen hat Vitamin K2 wirklich?
Wenige. Eine umfassende Sicherheitsauswertung zu Menachinon-7 (MK-7), der K2-Form in guten Präparaten, kommt zu einem klaren Schluss: Als Nahrungsergänzung eingenommen, hängt MK-7 nicht mit ernsten Gesundheitsrisiken zusammen. Dieselbe Arbeit hat Tierversuche und die gemeldeten Beschwerden am Menschen durchgesehen, und sie spricht am Ende keine Warnung aus.
Wie sieht das im Alltag aus? Bei gesunden Erwachsenen blieben die Gerinnungswerte nach 30 Tagen mit 90 µg MK-7 täglich unverändert. Auch die Aktivität der Gerinnungsfaktoren in der Leber veränderte sich nicht. K2 macht dein Blut also nicht dicker. Die Sorge vor Gerinnseln musst du dir bei gesunden Verhältnissen nicht machen. In einem Versuch mit sieben Dosisstufen von 10 bis 360 µg täglich fiel die Bildung von Thrombin ebenfalls nicht auf.
Einzelne Beschwerden wie Magendruck oder ein flaues Gefühl kommen bei fast jeder Tablette vor. Eine belastbare Häufigkeit für MK-7 nennt keine der Arbeiten, die wir gelesen haben. Wer empfindlich reagiert, nimmt die Tablette zu einer Mahlzeit. Wer allergisch auf Soja reagiert, liest vorher die Zutatenliste und fragt im Zweifel beim Hersteller nach, denn K2 wird häufig aus fermentierten Sojabohnen (Natto) gewonnen. Kein Drama, nur Sorgfalt.
Kann man Vitamin K2 überdosieren?
Für gesunde Erwachsene ist uns kein Fall bekannt, und die Mengen in den Untersuchungen liegen weit über dem, was eine Tablette liefert. Frauen nach den Wechseljahren nahmen drei Jahre lang täglich 180 µg MK-7, also das Neunfache dessen, was unsere Tablette im Schnitt am Tag liefert. Drei Jahre am Stück. Ziel war die Knochengesundheit. In einem anderen Versuch bekamen gesunde Frauen nach den Wechseljahren ein Jahr lang täglich 375 µg, zusätzlich zu Calcium und Vitamin D. Beides ist ein Mehrfaches dessen, was unsere Tablette im Schnitt am Tag liefert. Und trotzdem gilt: Das sind Untersuchungen mit gesunden Erwachsenen unter Aufsicht, keine Freikarte für jeden Fall.
Das ist keine Einladung zum Drauflosschlucken. Die Untersuchungen messen, dass die Aktivierung der K-abhängigen Eiweiße im Körper steigt, nicht, dass jeder davon etwas spürt. Wähle die Menge nach dem Zweck. Sobald Medikamente im Spiel sind, besprichst du sie mit der Praxis, bevor du irgendetwas an deinem Rhythmus änderst.
Kurz gesagt: Vor der Menge musst du dich nicht fürchten. Vor der falschen Kombination mit einem Medikament schon.
Marcumar, Warfarin, Phenprocoumon: Hier gilt Stopp
Gerinnungshemmer vom Cumarin-Typ, zu denen Marcumar (Phenprocoumon), Warfarin und Acenocoumarol zählen, wirken, indem sie die Verwertung von Vitamin K im Körper blockieren, und K2 ist deshalb ihr direkter Gegenspieler. Ganz einfach. Wer beides nimmt, schwächt womöglich das Medikament ab. Der INR-Wert, anhand dessen deine Praxis die Dosis steuert, rutscht dann ab, und zwar leise, ohne dass du es spürst. Keine Theorie. Deshalb achten Menschen mit diesen Mitteln seit jeher auf gleichbleibende Vitamin-K-Mengen im Essen, also auf Kohl, Spinat und Co., die jede Woche ungefähr gleich auf dem Teller landen sollen.
Zwei Messungen zeigen, wo die Schwellen liegen. Bei Vitamin K1 senkte erst eine tägliche Zufuhr von 150 µg den INR-Wert bei gesunden, eingestellten Personen messbar. Bei MK-7 warnt die Forschungsgruppe, die es verglichen hat, dass Präparate mit 50 µg am Tag oder mehr die Behandlung klinisch bedeutsam stören können. Der Unterschied: MK-7 bleibt sehr lange im Blut. Bei dauerhafter Einnahme sammelt es sich an, und genau deshalb wirken schon kleine Mengen stabiler und länger als bei K1.
Und noch etwas: Auch das Gegenteil kommt vor. Bei Patienten mit stark schwankenden Werten wurde unter Aufsicht eine kleine, feste Vitamin-K-Menge täglich gegeben, und die Werte wurden stabiler. Vitamin K ist also nicht verboten. Nur steuert in diesem Fall die Praxis die Menge, und zwar mit Messungen, nicht du nach Gefühl.
Deshalb gilt für dich: Nimmst du Marcumar, Warfarin oder Acenocoumarol, startest und stoppst du K2 nie ohne Rücksprache mit der Gerinnungsambulanz oder deiner Hausarztpraxis. Anfangen wie Aufhören verschiebt den INR-Wert. Auch kleine Mengen zählen, ebenso Kombipräparate mit K2. Neuere Mittel wie Apixaban oder Rivaroxaban greifen an anderer Stelle an, Vitamin K ist nicht ihr Gegenspieler. Trotzdem gilt: Sag Praxis oder Apotheke, was du nimmst.
Wer vorher nachfragen sollte
- Gerinnungshemmer vom Cumarin-Typ: siehe oben, ohne Ausnahme.
- Anstehende Operation: Sag dem Team, welche Präparate du nimmst, auch Vitamin K.
- Dauermedikation allgemein: Bei jedem Rezeptmittel kurz in der Apotheke fragen.
- Schwangerschaft und Stillzeit sowie Kinder und Jugendliche: Unser hochdosiertes Depot ist dafür nicht geeignet.
- Soja-Allergie: Zutatenliste lesen und im Zweifel beim Hersteller nachfragen.
Und das D3 in der Kombi? Warum Beschwerden meist vom Vitamin D kommen
Steht auf der Dose D3 plus K2, steckt der K2-Anteil in aller Regel nicht hinter einer Beschwerde. Der Blick gehört aufs Vitamin D. Anhaltende Übelkeit, ungewöhnlicher Durst oder Verstopfung sind Anlass, Calcium und den Blutwert 25-OH-D messen zu lassen. K2 fängt eine hohe D3-Zufuhr nicht ab; eine solche Zusage geben wir nicht, und uns ist keine Untersuchung bekannt, die das zeigt.
Die Dosis richtet sich deshalb nach deinem Blutwert, nicht nach der großen Zahl auf der Packung. Rechne jedes Etikett auf den Tag herunter, indem du die Dosis durch den Rhythmus teilst, denn nur dieser Tageswert lässt sich mit dem vergleichen, was du aus Essen, Sonne und anderen Präparaten ohnehin aufnimmst. Unser Vitamin D3 Depot + K2Pure® liefert 5.000 I.E. Vitamin D3 (125 µg) und 100 µg K2 in einer Tablette, die du nur jeden 5. Tag nimmst. Im Schnitt: 1.000 I.E. D3 und 20 µg K2 am Tag. Mehr zur Dosis und zum Blutwert liest du im Ratgeber zu Nebenwirkungen von Vitamin D.
So nimmst du K2 sicher ein
- Zu einer Mahlzeit. K2 ist fettlöslich. Zum Frühstück mit Käse, Nüssen oder einem Löffel Öl im Müsli ist es gut aufgehoben.
- Immer gleich. Wähle Rhythmus und Menge und bleib dabei. Wechselnde Mengen sind genau das, was Medikamente mit Vitamin-K-Bezug am wenigsten mögen.
- Zusammenrechnen. K2 steckt in Kombipräparaten, Multivitaminen und Knochen-Sets. Schau, was du insgesamt nimmst.
- Etikett lesen. Form (MK-7), Menge in µg und Verzehrempfehlung gehören drauf.
Vitamin K trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei und trägt zu einer normalen Blutgerinnung bei. Vitamin D trägt zur normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor bei und trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei. Darum sitzen die beiden so oft in einer Tablette.
Worauf du bei einem K2-Präparat achten solltest
Saubere Form schlägt große Zahl. Bei jeder Dose schauen wir auf vier Dinge. Erstens MK-7 statt einer unklaren Angabe „Vitamin K2“: Steht die Form nicht dabei, weißt du nicht, was du nimmst. Zweitens ein benannter Rohstoff, bei uns K2Pure® mit über 99 % All-trans. Drittens die Menge in µg, damit du sie in deinen Tag einrechnen kannst. Viertens eine Laborprüfung, denn gerade bei fettlöslichen Vitaminen, die dein Körper speichern kann, willst du sicher sein, dass in der Tablette steckt, was auf der Dose steht, und sonst nichts.
Rechne zuletzt die Reichweite nach. Bei einer Tablette alle fünf Tage reicht eine Dose mit 180 Tabletten 900 Tage, und genau diese Rechnung macht den Vergleich zwischen zwei Dosen ehrlich.
Passende Produkte von Scheunengut
Unser Vitamin D3 Depot + K2Pure® ist als Depot gebaut: 5.000 I.E. (125 µg) Vitamin D3 und 100 µg Vitamin K2 als K2Pure® (MK-7, über 99 % All-trans) in einer pflanzlichen, veganen Tablette, jeden 5. Tag eine, im Schnitt 20 µg K2 am Tag. Eine Dose mit 180 Tabletten reicht 900 Tage, Rohstoffe und jede fertige Charge lassen wir unabhängig im Labor prüfen, und die Tablette wird in Deutschland hergestellt. Vitamin D trägt zur normalen Funktion des Immunsystems und zur Erhaltung einer normalen Muskelfunktion bei, Vitamin K zur Erhaltung normaler Knochen und zu einer normalen Blutgerinnung.
Wichtig für dich: Für Schwangere, Stillende sowie Kinder und Jugendliche ist das hochdosierte Depot nicht geeignet, und bei Gerinnungshemmern vom Cumarin-Typ kommt es nur nach ärztlicher Rücksprache in Frage. Hinter beiden Aussagen steht Scheunengut: seit 2012, ohne Investoren, mit Fokus auf pure Rohstoffqualität.
Häufige Fragen (FAQ)
Welche Nebenwirkungen hat Vitamin K2?
Wenige und meist harmlose. Als Nahrungsergänzung eingenommen, ist MK-7 nach einer Sicherheitsauswertung nicht mit ernsten Risiken verbunden. Wer empfindlich reagiert, nimmt die Tablette zu einer Mahlzeit. Allergisch Reagierende prüfen die Zutatenliste.
Kann man Vitamin K2 überdosieren?
Für gesunde Erwachsene ist uns kein Fall bekannt. In Untersuchungen nahmen gesunde Frauen bis zu 375 µg MK-7 täglich über ein Jahr. Unsere Tablette liefert im Schnitt 20 µg am Tag. Eine echte Gefahr liegt nicht in der Menge, sondern in der Kombination mit Gerinnungshemmern vom Cumarin-Typ.
Darf ich mit Marcumar Vitamin K2 nehmen?
Nicht auf eigene Faust. Marcumar blockiert Vitamin K, K2 wirkt dem entgegen und kann den INR-Wert verschieben. Schon 50 µg MK-7 am Tag können die Behandlung klinisch bedeutsam stören. Sprich vorher mit deiner Gerinnungsambulanz oder Hausarztpraxis.
Gilt die Warnung auch für Warfarin und Eliquis?
Für Warfarin, Phenprocoumon und Acenocoumarol ja, sie wirken über Vitamin K. Neuere Mittel wie Apixaban (Eliquis) oder Rivaroxaban greifen an anderer Stelle an. Sag Praxis oder Apotheke trotzdem, was du nimmst.
Hat Vitamin K2 Einfluss auf das Thromboserisiko?
Bei gesunden Erwachsenen blieben Gerinnungswerte und Thrombinbildung unter MK-7 unverändert, auch in Mengen bis 360 µg täglich. Wenn du wegen einer Thrombose Medikamente nimmst, klärst du K2 trotzdem vorher mit der Praxis.
Hat Vitamin D3 plus K2 mehr Nebenwirkungen als Vitamin D allein?
Nach allem, was wir gelesen haben, kommt Auffälliges eher vom Vitamin D. Bei anhaltender Übelkeit oder starkem Durst lässt du Calcium und 25-OH-D messen. Richte die D3-Dosis immer nach dem Blutwert aus.
Wer sollte keine hochdosierte D3-K2-Tablette nehmen?
Schwangere, Stillende sowie Kinder und Jugendliche, so steht es auf unserer Produktseite. Menschen mit Gerinnungshemmern vom Cumarin-Typ nur nach ärztlicher Rücksprache. Bei anderen Medikamenten und Erkrankungen klärst du es vorab.
Gesundheitshinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Bei gesundheitlichen Beschwerden, in Schwangerschaft und Stillzeit oder bei der Einnahme von Medikamenten halte bitte Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt. So entstehen unsere Ratgeber →
Quellen
- US Pharmacopeial Convention safety evaluation of menaquinone-7, a form of vitamin K — Marles RJ, Roe AL, Oketch-Rabah HA · Nutrition Reviews, 2017
- Vitamin K2 (menaquinone-7) supplementation does not affect vitamin K-dependent coagulation factors activity in healthy individuals — Ren R et al. · Medicine (Baltimore), 2021
- Low-dose menaquinone-7 supplementation improved extra-hepatic vitamin K status, but had no effect on thrombin generation in healthy subjects — Theuwissen E et al. · British Journal of Nutrition, 2012
- Three-year low-dose menaquinone-7 supplementation helps decrease bone loss in healthy postmenopausal women — Knapen MH et al. · Osteoporosis International, 2013
- Vitamin K2 (menaquinone-7) increases plasma adiponectin but does not affect insulin sensitivity in postmenopausal women — Rønn SH et al. · European Journal of Clinical Nutrition, 2021
- Vitamin K-containing dietary supplements: comparison of synthetic vitamin K1 and natto-derived menaquinone-7 — Schurgers LJ et al. · Blood, 2007
- Effect of vitamin K intake on the stability of oral anticoagulant treatment: dose-response relationships in healthy subjects — Schurgers LJ et al. · Blood, 2004
- Vitamin K supplementation can improve stability of anticoagulation for patients with unexplained variability in response to warfarin — Sconce E et al. · Blood, 2007


















