Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, bei der sich Hautzellen zu schnell erneuern. Im Alltag unterstützen eine ausgewogene, entzündungsarme Ernährung, ein gesundes Gewicht und gute Hautpflege das Wohlbefinden. Nährstoffe wie Zink tragen zur Erhaltung normaler Haut bei. Die Behandlung gehört in ärztliche Hände.
Rötliche, oft silbrig schuppende Hautstellen an Ellenbogen, Knien oder der Kopfhaut gehören zu den typischen Zeichen einer Schuppenflechte. Die Erkrankung verläuft chronisch, in Schüben, und betrifft weit mehr als nur die Haut. In diesem Ratgeber liest du, wie sie entsteht, wann sie ärztlich betreut werden sollte und welche Rolle Ernährung und Alltag für dein Wohlbefinden spielen.
Was hinter Schuppenflechte steckt
Schuppenflechte, medizinisch Psoriasis, ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, bei der das Immunsystem eine zentrale Rolle spielt. Vereinfacht gesagt erneuern sich die Hautzellen viel schneller als normal. Während die Haut sonst mehrere Wochen für ihre Erneuerung braucht, geschieht dies bei der Psoriasis in wenigen Tagen. Dadurch stapeln sich Zellen an der Oberfläche und bilden die typischen schuppenden, oft geröteten Herde.
Die Erkrankung hat eine deutliche erbliche Komponente. Ob und wie stark sie sich zeigt, hängt zusätzlich von Auslösern ab. Dazu zählen Stress, Infekte, bestimmte Medikamente, Hautverletzungen, Rauchen, Übergewicht und für manche Menschen auch Alkohol. Schuppenflechte ist nicht ansteckend. Sie verläuft in Schüben, das heißt Phasen mit stärkeren Beschwerden wechseln sich mit ruhigeren Zeiten ab. Neben der Haut können auch Gelenke betroffen sein.
Schuppenflechte ist nicht nur eine Frage der Haut, sondern betrifft den Menschen als Ganzes. Sichtbare Herde an Händen, Gesicht oder Kopfhaut können seelisch belasten und das Selbstwertgefühl beeinflussen. Viele Betroffene beschreiben, dass Stress und Anspannung die Schübe verstärken, was leicht in einen Kreislauf führt. Umso wichtiger ist ein verständnisvoller Umgang mit sich selbst. Auch das Wissen, dass es sich um eine gut erforschte, häufige Erkrankung handelt, mit der viele Menschen leben, kann entlasten und den Blick auf die eigenen Handlungsmöglichkeiten lenken.
Wann du ärztlich abklären lassen solltest
Schuppenflechte gehört grundsätzlich in fachärztliche, meist dermatologische Betreuung, denn die passende Behandlung wird individuell festgelegt. Suche ärztlichen Rat, wenn erstmals verdächtige Hautveränderungen auftreten, wenn sich bestehende Herde ausbreiten oder verschlechtern, wenn Juckreiz, Schmerzen oder Hautrisse dich stark belasten oder wenn Gelenke schmerzen, anschwellen oder morgens steif sind, da dies auf eine Beteiligung der Gelenke hinweisen kann. Auch bei ausgedehnter Beteiligung der Haut, bei Zeichen einer Hautinfektion wie Nässen, Eiter und Fieber oder bei starker seelischer Belastung ist ein Termin wichtig. Die folgenden Hinweise zu Ernährung und Alltag verstehen sich als Begleitung, nicht als Ersatz für eine ärztliche Behandlung.
Was du im Alltag tun kannst
Ein guter Umgang mit Auslösern und eine konsequente Hautpflege bilden im Alltag die Basis. Trockene Haut neigt eher zu Reizungen, deshalb ist regelmäßiges, reichhaltiges Eincremen mit rückfettenden Pflegeprodukten hilfreich. Milde, seifenfreie Waschprodukte und nicht zu heißes, kurzes Duschen schonen die Haut zusätzlich.
Weil Stress ein häufiger Schubauslöser ist, lohnt es sich, für Entlastung zu sorgen, etwa mit Entspannungstechniken, ausreichend Schlaf und Bewegung an der frischen Luft. Maßvolles Sonnenlicht empfinden viele als angenehm, allzu starke Sonne und Sonnenbrand sollten aber vermieden werden. Der Verzicht aufs Rauchen und ein bewusster Umgang mit Alkohol entlasten den Körper. Auch ein gesundes Körpergewicht spielt eine Rolle, da Übergewicht Entzündungsprozesse im Körper begünstigen kann.
Ernährung, die unterstützt
Eine feste Psoriasis-Diät gibt es nicht, aber eine ausgewogene, eher entzündungsarme Ernährung unterstützt das allgemeine Wohlbefinden und ein gesundes Gewicht. Bewährt hat sich ein mediterran geprägtes Muster mit viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Nüssen und hochwertigen Ölen wie Olivenöl.
Fetter Seefisch, Leinöl und Walnüsse liefern Omega-3-Fettsäuren, die in eine solche Kost gut passen. Buntes Gemüse und Beeren steuern sekundäre Pflanzenstoffe bei. Stark verarbeitete Produkte, viel Zucker, große Mengen gesättigter Fette und ein hoher Alkoholkonsum stehen dagegen besser im Hintergrund. Manche Menschen beobachten individuelle Unverträglichkeiten, hier kann ein Ernährungstagebuch helfen. Ausreichend zu trinken rundet das Ganze ab.
Weil Übergewicht Entzündungsprozesse im Körper begünstigen kann, spielt ein gesundes Körpergewicht auch aus Sicht der Ernährung eine Rolle. Eine ballaststoffreiche, pflanzenbetonte Kost hält länger satt und unterstützt ein stabiles Gewicht auf angenehme Weise, ohne strenge Verbote. Von einseitigen Ausschluss- oder Extremdiäten ist dagegen abzuraten, da sie zu Mangel führen können und selten durchzuhalten sind. Sinnvoller ist ein entspanntes, dauerhaft umsetzbares Muster. Wer unsicher ist, kann eine qualifizierte Ernährungsberatung hinzuziehen, die den Alltag mit der Erkrankung berücksichtigt.
Nährstoffe & Pflanzen mit Bezug
Für Haut und Zellschutz gibt es Nährstoffe mit zugelassenen EU-Funktionen. Zink trägt zur Erhaltung normaler Haut und zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Vitamin A und Biotin tragen zur Erhaltung normaler Haut bei. Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut und zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei.
Die Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA tragen laut EU-Angaben zu einer normalen Herzfunktion bei, DHA zusätzlich zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion und normaler Sehkraft. Diese Angaben beschreiben allgemeine Körperfunktionen und sind nicht auf die Haut oder eine Erkrankung bezogen. Es handelt sich um keine Heilaussagen.
Ehrlich eingeordnet
Schuppenflechte lässt sich nicht durch Ernährung oder einzelne Nährstoffe wegbekommen. Sie ist eine chronische Erkrankung, deren Behandlung individuell und ärztlich begleitet erfolgt. Was du selbst tun kannst, wirkt unterstützend: eine ausgewogene, entzündungsarme Kost, ein gesundes Gewicht, konsequente Hautpflege, weniger Stress und der Verzicht auf Rauchen. Diese Faktoren beeinflussen das allgemeine Wohlbefinden und können den Alltag mit der Erkrankung angenehmer machen. Übertriebene Heilversprechen sind mit Vorsicht zu genießen. Die verlässlichste Basis bleibt die enge Zusammenarbeit mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Passende Produkte von Scheunengut
Wenn du deine Ernährung gezielt um bestimmte Nährstoffe ergänzen möchtest, findest du in unserem Sortiment unter anderem Kombinationen mit Omega-3-Fettsäuren, DHA und Folsäure. DHA trägt zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion bei, Folsäure zur normalen Blutbildung. Diese Angaben beziehen sich auf allgemeine Körperfunktionen und nicht auf eine Erkrankung. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen weder eine ausgewogene Ernährung noch eine ärztliche Behandlung.
Häufige Fragen (FAQ)
Ist Schuppenflechte ansteckend?
Nein. Psoriasis ist nicht ansteckend. Sie entsteht durch ein Zusammenspiel aus Veranlagung, Immunsystem und individuellen Auslösern und wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen.
Kann die Ernährung Schuppenflechte beeinflussen?
Eine spezielle Diät gibt es nicht. Eine ausgewogene, entzündungsarme Ernährung und ein gesundes Gewicht können das allgemeine Wohlbefinden unterstützen und ergänzen die ärztliche Behandlung.
Welche Auslöser sind typisch?
Häufige Auslöser für Schübe sind Stress, Infekte, bestimmte Medikamente, Hautverletzungen, Rauchen, Übergewicht und bei manchen Menschen Alkohol.
Warum ist Hautpflege so wichtig?
Trockene Haut neigt stärker zu Reizungen. Regelmäßiges, reichhaltiges Eincremen mit rückfettenden Produkten und milde Reinigung helfen, die Hautbarriere zu unterstützen.
Welche Nährstoffe sind für die Haut relevant?
Zink und Vitamin A tragen zur Erhaltung normaler Haut bei, Vitamin C zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Hautfunktion und Vitamin D sowie Zink zu einer normalen Funktion des Immunsystems.
Wann sollte ich zum Arzt?
Bei erstmaligen oder sich verschlechternden Hautveränderungen, starkem Juckreiz, Schmerzen sowie bei geschwollenen oder steifen Gelenken solltest du dermatologischen beziehungsweise ärztlichen Rat suchen.
Gesundheitshinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Bei gesundheitlichen Beschwerden, in Schwangerschaft und Stillzeit oder bei der Einnahme von Medikamenten halte bitte Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt. So entstehen unsere Ratgeber →
Quellen
- Schuppenflechte (Psoriasis) — Gesundheitsinformation.de (IQWiG), 2023
- Health claims: Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zugelassene Angaben — EUR-Lex, 2012
- Psoriasis: Symptome und Behandlung — Deutscher Psoriasis Bund, 2023


















