Resveratrol ist ein sekundärer Pflanzenstoff aus der Gruppe der Polyphenole, der vor allem in der Schale roter Trauben, in Rotwein und im japanischen Staudenknöterich vorkommt. Bekannt wurde es durch das „französische Paradox“ und die Longevity-Forschung. Dieser Ratgeber ordnet sachlich ein, was Resveratrol ist, worauf es bei der Form ankommt und wie es um die Bioverfügbarkeit steht.
Das Wichtigste in Kürze
- Resveratrol ist ein Polyphenol (Stilben) aus Traubenschale, Rotwein und Knöterich.
- Die aktive, gut untersuchte Form ist trans-Resveratrol.
- Als Molekül ist es in Laborstudien ein Antioxidans und Gegenstand der Longevity-Forschung.
- Für Resveratrol sind in der EU keine Health Claims zugelassen – wir beschreiben es neutral.
Was ist Resveratrol?
Resveratrol gehört zu den Stilbenen, einer Untergruppe der Polyphenole. Pflanzen bilden es als Schutzstoff, etwa gegen Pilzbefall. Für den Menschen ist es über die Nahrung vor allem in Traubenschalen und Rotwein enthalten – allerdings in kleinen Mengen. Für Nahrungsergänzung wird Resveratrol meist aus dem japanischen Staudenknöterich (Polygonum cuspidatum) gewonnen, der besonders reich daran ist.
trans- oder cis-Resveratrol?
Resveratrol kommt in zwei Formen vor: trans und cis. Untersucht und angeboten wird fast ausschließlich das stabilere trans-Resveratrol. Achte beim Kauf auf einen ausgewiesenen trans-Resveratrol-Gehalt und auf lichtgeschützte Verpackung, da die Substanz UV-empfindlich ist.
Das „französische Paradox“ und die Forschung
Bekannt wurde Resveratrol durch das sogenannte französische Paradox – die Beobachtung, dass in Teilen Frankreichs trotz reichhaltiger Kost vergleichsweise wenige Herz-Kreislauf-Probleme auftraten, was man unter anderem mit Rotwein in Verbindung brachte. Später rückte Resveratrol in der Longevity- und Sirtuin-Forschung in den Fokus. Das sind Forschungsthemen; belastbare, zugelassene gesundheitsbezogene Aussagen leiten sich daraus für Nahrungsergänzung nicht ab.
Bioverfügbarkeit
Ein ehrlicher Punkt: Resveratrol wird im Körper rasch verstoffwechselt, die Bioverfügbarkeit gilt als begrenzt. Manche Produkte kombinieren es daher mit Piperin (aus schwarzem Pfeffer) oder setzen auf spezielle Formulierungen, um die Aufnahme zu unterstützen.
Wissenschaftliche Einordnung
Für Resveratrol sind in der EU derzeit keine gesundheitsbezogenen Aussagen zugelassen. Wir machen daher keine Wirkversprechen, sondern beschreiben Herkunft, Formen und Anwendung sachlich.
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Häufige Fragen (FAQ)
Was ist Resveratrol?
Resveratrol ist ein Polyphenol (Stilben) aus Traubenschale, Rotwein und japanischem Staudenknöterich. In Laborstudien ist es ein Antioxidans und Gegenstand der Longevity-Forschung.
trans- oder cis-Resveratrol – was ist besser?
Untersucht und angeboten wird fast ausschließlich das stabilere trans-Resveratrol. Achte auf einen ausgewiesenen trans-Gehalt und lichtgeschützte Verpackung.
Woraus wird Resveratrol für Nahrungsergänzung gewonnen?
Meist aus dem japanischen Staudenknöterich (Polygonum cuspidatum), der besonders reich an Resveratrol ist. In der Nahrung steckt es vor allem in Traubenschalen und Rotwein.
Wie gut wird Resveratrol aufgenommen?
Die Bioverfügbarkeit gilt als begrenzt, da Resveratrol rasch verstoffwechselt wird. Manche Produkte kombinieren es mit Piperin oder nutzen spezielle Formulierungen.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung.








