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Besonders viel Kupfer liefern Innereien wie Leber, Schalentiere wie Austern sowie Cashewkerne, Sonnenblumenkerne, Sesam, Kakao und Hülsenfrüchte. Der Tagesbedarf von rund 1 bis 1,5 Milligramm lässt sich mit abwechslungsreicher Mischkost meist problemlos decken.

Kupfer ist ein Spurenelement, das der Körper nur in winzigen Mengen braucht – und doch ist es an erstaunlich vielen Vorgängen beteiligt. Vom Energiestoffwechsel über das Nervensystem bis zur Farbe von Haut und Haaren: Ohne Kupfer läuft im Stoffwechsel vieles nicht rund. Die gute Nachricht ist, dass sich der Bedarf mit einer abwechslungsreichen Ernährung meist problemlos decken lässt. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Lebensmittel besonders viel Kupfer liefern, wie hoch dein Tagesbedarf ist und worauf du bei der Aufnahme achten solltest.

Warum Kupfer für den Körper wichtig ist

Kupfer erfüllt im Organismus gleich mehrere Aufgaben. Nach den offiziell zugelassenen Angaben der Europäischen Union gilt: Kupfer trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei und Kupfer trägt zur normalen Funktion des Nervensystems bei. Darüber hinaus trägt Kupfer zu einer normalen Hautpigmentierung bei und trägt zu einer normalen Pigmentierung der Haare bei. Auch für das Immunsystem spielt das Spurenelement eine Rolle: Kupfer trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei.

Besonders eng ist die Verbindung zum Eisenhaushalt. Kupfer trägt zu einem normalen Eisentransport im Körper bei – die beiden Spurenelemente arbeiten also Hand in Hand. Zusätzlich trägt Kupfer dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen und trägt zur Erhaltung von normalem Bindegewebe bei. Diese Vielfalt an Funktionen erklärt, warum eine ausreichende Kupferzufuhr über die Ernährung sinnvoll ist.

Die kupferreichsten Lebensmittel im Überblick

Kupfer steckt vor allem in Innereien, Schalentieren, Nüssen, Samen, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten. Auch dunkle Schokolade ist eine bemerkenswerte Quelle. Die folgenden Angaben beziehen sich auf jeweils 100 Gramm des rohen oder üblich verzehrten Lebensmittels und dienen zur groben Orientierung – die tatsächlichen Werte schwanken je nach Herkunft und Sorte.

  • Rinderleber: etwa 3–12 mg
  • Kalbsleber: etwa 5–6 mg
  • Austern: etwa 4–7 mg
  • Cashewkerne: etwa 2,2 mg
  • Sonnenblumenkerne: etwa 1,8 mg
  • Sesam: etwa 1,5 mg
  • Haselnüsse: etwa 1,3 mg
  • Kakaopulver, stark entölt: etwa 3,8 mg
  • Zartbitterschokolade (70 %): etwa 1,0–1,8 mg
  • Weizenkleie: etwa 1,3 mg
  • Linsen, getrocknet: etwa 0,7 mg
  • Kichererbsen, getrocknet: etwa 0,8 mg
  • Walnüsse: etwa 0,9 mg
  • Haferflocken: etwa 0,5 mg
  • Champignons: etwa 0,3 mg

Wer keine Innereien mag, kann seinen Bedarf also gut über pflanzliche Quellen decken. Eine Handvoll Cashews, ein Löffel Sesam im Müsli oder eine Portion Linsen liefern bereits nennenswerte Mengen. Auffällig ist, wie stark sich Innereien vom Rest abheben: Schon ein kleines Stück Leber überschreitet den Tagesbedarf um ein Vielfaches, weshalb Leber nicht täglich auf dem Speiseplan stehen muss. Für die Alltagsversorgung sind die pflanzlichen Quellen daher oft praktischer, weil sie sich leichter in gewohnte Gerichte einbauen lassen.

Interessant ist außerdem, dass viele kupferreiche Lebensmittel gleichzeitig andere wertvolle Nährstoffe liefern. Kürbis- und Sonnenblumenkerne enthalten neben Kupfer auch Magnesium und Zink, Hülsenfrüchte bringen pflanzliches Eiweiß und Ballaststoffe mit, und Kakao liefert zusätzlich sekundäre Pflanzenstoffe. Wer auf eine bunte Auswahl setzt, verbessert also nicht nur die Kupferversorgung, sondern die Nährstoffdichte der gesamten Ernährung. Das ist ein gutes Beispiel dafür, warum es sinnvoller ist, auf ganze Lebensmittelgruppen statt auf einzelne isolierte Nährstoffe zu schauen.

Wie hoch ist der tägliche Kupferbedarf?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt für erwachsene Jugendliche und Erwachsene einen Schätzwert für eine angemessene Zufuhr von etwa 1,0 bis 1,5 Milligramm Kupfer pro Tag. Kinder benötigen entsprechend weniger, während Schwangere und Stillende einen leicht erhöhten Bedarf haben. In der Europäischen Union wird als Referenzwert für die Kennzeichnung 1 Milligramm pro Tag angesetzt.

Diese Mengen sind mit einer normalen Mischkost gut erreichbar. Schon eine kleine Portion Nüsse in Kombination mit Vollkornbrot und Hülsenfrüchten deckt einen großen Teil des Tagesbedarfs. Ein tatsächlicher Kupfermangel ist bei ausgewogener Ernährung selten und tritt eher bei bestimmten Grunderkrankungen oder sehr einseitiger Kost auf.

Der Bedarf steigt in bestimmten Lebensphasen leicht an, etwa in Schwangerschaft und Stillzeit. Auch in Wachstumsphasen brauchen Kinder und Jugendliche im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht eine gute Versorgung. In all diesen Fällen ist eine abwechslungsreiche Ernährung mit Nüssen, Samen, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten die einfachste Lösung. Da Kupfer in so vielen Lebensmitteln vorkommt, ist das Erreichen der empfohlenen Menge in der Praxis meist kein Problem, solange die Ernährung nicht extrem einseitig ist.

Was die Aufnahme von Kupfer beeinflusst

Der Körper reguliert die Kupferaufnahme im Darm recht genau und passt sie an den Bedarf an. Trotzdem gibt es einige Wechselwirkungen, die du kennen solltest. Sehr hohe Mengen an Zink über einen längeren Zeitraum können die Kupferaufnahme hemmen, weil sich beide Spurenelemente denselben Transportweg teilen. Wer über Präparate große Zinkmengen zuführt, sollte das Verhältnis im Blick behalten.

Auch ein sehr hoher Gehalt an Phytinsäure – etwa aus großen Mengen ungekeimter Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte – kann die Verfügbarkeit von Kupfer etwas verringern. Einweichen, Keimen oder Fermentieren verbessert die Aufnahme. Vitamin C in extrem hohen Dosen kann ebenfalls einen leichten Einfluss haben, spielt bei üblicher Ernährung aber kaum eine Rolle.

In der Praxis sind diese Wechselwirkungen bei einer normalen Mischkost meist zu vernachlässigen, weil der Körper die Aufnahme flexibel steuert. Wichtiger wird das Thema erst, wenn einzelne Nährstoffe über Präparate stark hervorgehoben werden. Wer beispielsweise hoch dosiertes Zink über längere Zeit einnimmt, verschiebt das Gleichgewicht zwischen den beiden Spurenelementen. Deshalb ist es sinnvoll, Nahrungsergänzung nicht wahllos, sondern gezielt einzusetzen. Bei der Ernährung mit echten Lebensmitteln reguliert sich das Verhältnis dagegen weitgehend von selbst, weil die Nährstoffe in ausgewogenen Mengen und Kombinationen vorliegen.

Kupfer über die Ernährung clever kombinieren

Am einfachsten deckst du deinen Bedarf, wenn du kupferreiche Lebensmittel über den Tag verteilst. Ein Frühstück mit Haferflocken, Sonnenblumenkernen und einem Klecks Kakao liefert schon einen guten Grundstock. Mittags passen Linsen oder Kichererbsen dazu, und als Snack eignen sich Cashews oder Walnüsse. So entsteht ganz nebenbei eine gute Versorgung, ohne dass du auf einzelne Lebensmittel angewiesen bist.

Für Menschen, die sich rein pflanzlich ernähren, sind Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte die wichtigsten Kupferquellen. Da diese Lebensmittel ohnehin zu einer ausgewogenen pflanzlichen Kost gehören, ist die Versorgung in der Regel gut. Wer viel Vollkorn isst, profitiert doppelt, weil diese Produkte gleichzeitig weitere Mineralstoffe liefern.

Ein praktischer Tipp ist, kupferreiche Zutaten fest in wiederkehrende Gerichte einzubauen, statt sie als Ausnahme zu behandeln. Ein Porridge mit Haferflocken, Sonnenblumenkernen und Kakao, ein Linseneintopf mit einem Löffel Tahin oder ein Salat mit gerösteten Cashews sind alltagstaugliche Beispiele, die ganz nebenbei die Versorgung sichern. So wird die Kupferzufuhr zu einer Selbstverständlichkeit, um die du dich nicht bei jeder Mahlzeit gedanklich kümmern musst. Genau diese Regelmäßigkeit ist bei Spurenelementen entscheidend, weil es weniger auf einzelne Spitzenwerte als auf eine gleichmäßige Zufuhr über die Zeit ankommt.

Wann eine gezielte Zufuhr sinnvoll sein kann

In den allermeisten Fällen ist eine zusätzliche Kupferzufuhr über Präparate nicht nötig, da der Bedarf über die Ernährung leicht gedeckt wird. Der Körper speichert Kupfer zudem in Leber und anderen Geweben. Eine dauerhaft sehr hohe Zufuhr über Nahrungsergänzung ist nicht empfehlenswert, weil Kupfer in großen Mengen belastend wirken kann.

Bestimmte Situationen können jedoch die Versorgung beeinflussen – etwa langfristige einseitige Ernährung, bestimmte Darmerkrankungen oder eine sehr hohe Zinkzufuhr. Wenn du unsicher bist, ob deine Versorgung ausreicht, lässt sich der Status ärztlich abklären. Nimm Kupferpräparate nicht auf Verdacht und ohne fachlichen Rat in hoher Dosierung ein.

Häufige Fragen (FAQ)

Welche Lebensmittel enthalten am meisten Kupfer?

Zu den kupferreichsten Lebensmitteln zählen Innereien wie Rinder- und Kalbsleber, Schalentiere wie Austern sowie Cashewkerne, Sonnenblumenkerne, Sesam und stark entöltes Kakaopulver. Auch Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte tragen spürbar zur Versorgung bei.

Wie viel Kupfer braucht man am Tag?

Für Erwachsene wird eine angemessene Zufuhr von etwa 1,0 bis 1,5 Milligramm Kupfer pro Tag angenommen. Als EU-Referenzwert für die Kennzeichnung gilt 1 Milligramm täglich. Diese Menge lässt sich mit einer abwechslungsreichen Mischkost meist gut erreichen.

Kann man den Kupferbedarf vegetarisch oder vegan decken?

Ja. Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und Kakao sind gute pflanzliche Kupferquellen. Wer diese Lebensmittel regelmäßig isst, deckt seinen Bedarf in der Regel ohne tierische Produkte problemlos.

Kann zu viel Zink die Kupferversorgung stören?

Sehr hohe Zinkmengen über einen längeren Zeitraum können die Kupferaufnahme im Darm hemmen, da beide Spurenelemente denselben Transportweg nutzen. Bei einer normalen Ernährung ist das kein Problem, bei hoch dosierten Zinkpräparaten sollte man das Verhältnis beachten.

Ist ein Kupfermangel häufig?

Bei ausgewogener Ernährung ist ein Kupfermangel selten. Er tritt eher bei sehr einseitiger Kost, bestimmten Darmerkrankungen oder dauerhaft hoher Zinkzufuhr auf. Bei Unsicherheit lässt sich der Status ärztlich abklären.

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