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Phytosterole, auch Pflanzensterine genannt, sind pflanzliche Verwandte des Cholesterins und stecken vor allem in Pflanzenölen, Nüssen, Samen und Hülsenfrüchten. Laut EU tragen Pflanzensterine und Pflanzenstanolester zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei. Diese Angabe ist an festgelegte tägliche Mengen und Bedingungen gebunden.

Phytosterole, auch Pflanzensterine oder Pflanzensterole genannt, sind pflanzliche Verwandte des Cholesterins. Sie kommen natürlicherweise in vielen pflanzlichen Lebensmitteln vor und werden zusätzlich bestimmten Produkten zugesetzt. Rund um Phytosterole und ihre Ester ranken sich viele Fragen, gerade weil es hier eine klar geregelte europäische Angabe gibt. In diesem Ratgeber erklären wir sachlich, was Phytosterole sind, in welchen Lebensmitteln sie stecken, in welchen Formen sie angeboten werden, was die EU-Gesetzgebung erlaubt zu sagen und worauf du bei Einnahme, Kauf und Sicherheit achten solltest.

Was sind Phytosterole?

Phytosterole sind fettähnliche Verbindungen, die in Pflanzen eine ähnliche Rolle spielen wie Cholesterin im menschlichen und tierischen Organismus: Sie sind Bestandteil pflanzlicher Zellmembranen. Chemisch ähneln sie dem Cholesterin, unterscheiden sich aber in kleinen Details ihrer Struktur. Zu den bekanntesten Vertretern zählen Beta-Sitosterin, Campesterin und Stigmasterin.

Neben den Sterinen gibt es die sogenannten Stanole und ihre Ester, die als Pflanzenstanolester bezeichnet werden. Sie entstehen, wenn Pflanzensterine oder -stanole mit Fettsäuren verbunden werden, was ihre Verarbeitung in Lebensmitteln erleichtert. In der europäischen Gesetzgebung werden Pflanzensterine und Pflanzenstanolester gemeinsam behandelt.

Der Grund, warum Phytosterole überhaupt so viel Aufmerksamkeit erhalten, liegt in ihrer strukturellen Ähnlichkeit zum Cholesterin. Weil sie dem körpereigenen Cholesterin so nahekommen, spielen sie im Darm eine Rolle bei der Aufnahme von Fetten. Genau dieser Zusammenhang ist auch die Grundlage der später erläuterten europäischen Angabe. Wichtig ist dabei zu verstehen, dass Phytosterole selbst kein Nährstoff im klassischen Sinne sind, für den ein täglicher Bedarf definiert ist, sondern pflanzliche Begleitstoffe unserer Nahrung.

Vorkommen und Formen

Phytosterole kommen in vielen pflanzlichen Lebensmitteln vor, wenn auch meist in eher kleinen Mengen. Gute natürliche Quellen sind:

  • Pflanzenöle: etwa Raps-, Sonnenblumen- und Maiskeimöl.
  • Nüsse und Samen: zum Beispiel Sesam, Sonnenblumenkerne und Erdnüsse.
  • Hülsenfrüchte: wie Bohnen, Erbsen und Linsen.
  • Vollkornprodukte: Getreide liefert ebenfalls einen Beitrag.

Über eine normale Mischkost nimmt man täglich meist einige Hundert Milligramm Phytosterole auf. Für die zugelassene EU-Angabe sind jedoch höhere Mengen nötig, die über die übliche Ernährung kaum erreicht werden. Deshalb gibt es angereicherte Lebensmittel wie bestimmte Margarinen, Milch- oder Joghurtprodukte sowie Nahrungsergänzungsmittel in Kapsel- oder Tablettenform, die Pflanzensterine oder -stanolester in konzentrierter Form liefern.

Wer seine Aufnahme aus natürlichen Quellen erhöhen möchte, setzt am besten auf eine insgesamt pflanzenbetonte Kost. Pflanzenöle in Maßen, eine Handvoll Nüsse und Samen sowie regelmäßige Portionen Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte liefern nicht nur Phytosterole, sondern auch Ballaststoffe, ungesättigte Fettsäuren und weitere Pflanzenstoffe. Für die vergleichsweise hohen Mengen der EU-Angabe reicht dieser Weg allein zwar nicht aus, doch er bildet die sinnvolle Grundlage, auf der angereicherte Produkte überhaupt erst als Ergänzung Sinn ergeben.

Der zugelassene EU-Claim für Pflanzensterine

Für Pflanzensterine und Pflanzenstanolester gibt es eine von der Europäischen Union geprüfte gesundheitsbezogene Angabe. Sie lautet im exakten Wortlaut: Pflanzensterine und Pflanzenstanolester tragen zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei. Daneben existiert eine zweite, ausführlichere Angabe, die sich auf die Senkung des Cholesterins bezieht und an konkrete Mengen und Bedingungen geknüpft ist.

Diese Angaben dürfen nur unter festgelegten Bedingungen verwendet werden, insbesondere bei einer bestimmten täglichen Aufnahmemenge, die deutlich über der einer normalen Ernährung liegt. Andere gesundheitsbezogene Aussagen zu Phytosterolen sind rechtlich nicht zugelassen. Wichtig ist außerdem: Angereicherte Produkte richten sich vor allem an Erwachsene, die ihren Cholesterinspiegel im Blick behalten möchten, und sind nicht für alle Bevölkerungsgruppen gedacht.

Einnahme und Dosierung

Wie viel Phytosterole sinnvoll sind, hängt von der jeweiligen Anwendung ab. Für die cholesterinbezogene EU-Angabe sind vergleichsweise hohe Tagesmengen vorgesehen, die über angereicherte Lebensmittel oder Nahrungsergänzung erreicht werden. Gleichzeitig gibt es eine empfohlene Obergrenze, oberhalb derer kein zusätzlicher Nutzen für den Cholesterinspiegel erwartet wird. Mehr ist hier also nicht automatisch besser.

Da Phytosterole fettlöslich sind, werden sie am besten zusammen mit einer Mahlzeit aufgenommen. Bei angereicherten Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln solltest du dich an die Angaben des Herstellers halten und die empfohlene Menge nicht überschreiten. Angereicherte Produkte sind nicht für Schwangere, Stillende und kleine Kinder gedacht, da diese Gruppen keinen erhöhten Bedarf haben und ein vorsichtiger Umgang sinnvoll ist.

Ein wichtiger Punkt ist die Regelmäßigkeit. Damit sich der cholesterinbezogene Effekt, auf den sich die EU-Angabe stützt, überhaupt einstellen kann, ist eine kontinuierliche tägliche Aufnahme über einen längeren Zeitraum vorgesehen und nicht eine einmalige große Portion. Wer angereicherte Lebensmittel nur gelegentlich nutzt, erreicht die dafür nötige Menge in der Regel nicht. Es ist daher sinnvoll, sich vorab zu überlegen, ob sich eine solche Zufuhr dauerhaft in den Alltag einfügen lässt, bevor man auf angereicherte Produkte umsteigt.

Worauf du beim Kauf achten solltest

Wenn du Produkte mit Phytosterolen vergleichst, helfen dir einige Kriterien bei der Auswahl:

  • Genaue Mengenangabe: seriöse Produkte geben den Gehalt an Pflanzensterinen oder -stanolestern pro Portion an.
  • Form und Anwendung: angereicherte Lebensmittel oder Kapseln, je nach persönlicher Vorliebe.
  • Transparente Zutatenliste: klare Angabe der verwendeten Sterine oder Stanolester.
  • Hinweise zur Zielgruppe: gute Anbieter weisen darauf hin, für wen das Produkt gedacht ist und für wen nicht.

Ein Blick auf die empfohlene Tagesmenge lohnt sich, denn nur wer die vorgesehene Menge erreicht, bewegt sich im Rahmen der zugelassenen Angabe. Gleichzeitig ist die genannte Obergrenze zu beachten. Produkte ohne klare Mengenangaben lassen sich schlechter einordnen.

Auch der Vergleich zwischen angereicherten Lebensmitteln und Kapseln lohnt sich. Angereicherte Margarinen, Joghurts oder Milchdrinks lassen sich oft leicht in eine bestehende Mahlzeitenroutine einbauen, etwa als Brotaufstrich am Morgen. Kapseln oder Tabletten sind dagegen unabhängig vom Speiseplan dosierbar und geschmacksneutral, dafür aber ein zusätzliches Präparat im Alltag. Welche Variante besser passt, ist eine Frage der persönlichen Gewohnheiten. Wichtig ist in beiden Fällen, die Zufuhr nicht doppelt über mehrere Produkte zu erhöhen und die insgesamt aufgenommene Menge im Blick zu behalten.

Sicherheit und Verträglichkeit

Pflanzensterine und Pflanzenstanolester gelten in den vorgesehenen Mengen für die allgemeine erwachsene Bevölkerung als gut verträglich. Bei sehr hoher Zufuhr kann es sein, dass die Aufnahme fettlöslicher Begleitstoffe aus der Nahrung, etwa bestimmter Carotinoide, etwas beeinflusst wird. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse hilft, dies auszugleichen.

Angereicherte Lebensmittel und entsprechende Nahrungsergänzungsmittel sind ausdrücklich nicht für Schwangere, Stillende und Kinder unter fünf Jahren vorgesehen. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Wenn du deinen Cholesterinspiegel im Blick behalten möchtest, Medikamente einnimmst oder gesundheitliche Beschwerden hast, sprich vor der Verwendung mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Besonders wichtig ist die Rücksprache, wenn bereits ärztlich verordnete Maßnahmen zum Cholesterin bestehen. Angereicherte Produkte sind kein Ersatz für eine ärztlich empfohlene Ernährungsumstellung oder Behandlung, sondern allenfalls eine begleitende Möglichkeit im Rahmen eines insgesamt gesunden Lebensstils. Wer regelmäßig Werte kontrollieren lässt, kann gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt einordnen, ob und wie solche Produkte in den persönlichen Alltag passen.

Passende Produkte

Wer sich mit dem Thema Cholesterin und pflanzlichen Zutaten beschäftigt, interessiert sich häufig auch für traditionell genutzte Pflanzenkombinationen. Unser Cholesterin-Intenso Roter-Reis-Vitalkomplex kombiniert Extrakt aus fermentiertem rotem Reis mit Monacolin K und schwarzem Knoblauch in einer transparent deklarierten Kapselrezeptur. Das Produkt versteht sich als Ergänzung einer ausgewogenen Ernährung und eines gesunden Lebensstils und nicht als Ersatz für pflanzliche Vielfalt auf dem Teller. Bei Fragen zur Anwendung neben Medikamenten ist ärztlicher Rat sinnvoll.

Häufige Fragen (FAQ)

Was sind Phytosterole genau?

Phytosterole sind pflanzliche Verwandte des Cholesterins und Bestandteil pflanzlicher Zellmembranen. Zu ihnen gehören Sterine wie Beta-Sitosterin sowie Stanole und deren Ester. In der EU werden Pflanzensterine und Pflanzenstanolester gemeinsam geregelt.

In welchen Lebensmitteln stecken Phytosterole?

Gute natürliche Quellen sind Pflanzenöle wie Raps- und Sonnenblumenöl, Nüsse und Samen, Hülsenfrüchte sowie Vollkornprodukte. Für die zugelassene EU-Angabe sind allerdings höhere Mengen nötig, als eine normale Kost liefert.

Was darf man laut EU über Pflanzensterine sagen?

Zugelassen ist die Angabe: Pflanzensterine und Pflanzenstanolester tragen zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei. Die Verwendung ist an bestimmte tägliche Aufnahmemengen und Bedingungen geknüpft.

Wie nimmt man Phytosterole am besten ein?

Da Phytosterole fettlöslich sind, werden sie am besten zu einer Mahlzeit aufgenommen. Halte dich an die empfohlene Menge des Herstellers und überschreite die angegebene Obergrenze nicht, da mehr keinen zusätzlichen Nutzen bringt.

Für wen sind angereicherte Produkte nicht geeignet?

Angereicherte Lebensmittel und entsprechende Nahrungsergänzungsmittel sind nicht für Schwangere, Stillende und Kinder unter fünf Jahren vorgesehen. Bei Medikamenteneinnahme oder gesundheitlichen Fragen ist ärztlicher Rat sinnvoll.

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Health notice: This guide is for general information purposes only and does not replace individual medical or pharmaceutical advice. Food supplements are not a substitute for a balanced, varied diet and a healthy lifestyle. If you have health concerns, are pregnant or breastfeeding, or are taking medication, please consult a doctor or pharmacist. How our guides are created →

Sources

  1. Europäische Kommission (EU-Register der Health Claims) — Zugelassene Angaben zu Pflanzensterinen und Pflanzenstanolestern, 2012
  2. Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) — Wissenschaftliche Gutachten zu Pflanzensterinen und Cholesterin, 2010
  3. Verbraucherzentrale — Mit Pflanzensterinen angereicherte Lebensmittel: für wen sinnvoll, 2024